Rund um den „Wassergiganten“ Ostbelgiens: die Wesertalsperre

Steckbrief JWW-25

Typ
Rundwanderung
Länge
23,3 km
Gehzeit
6 Std.
An- / Abstieg
↑ 215 m · ↓ 211 m
Schwierigkeit
mittel
Länder
Deutschland, Belgien
Start
Roetgen, Kreuzung Vennbahn, Mühlenstraße
Ziel
Roetgen, Kreuzung Vennbahn, Mühlenstraße
Profil
Schwierigkeitsgrad: mittelschwer
höchster Punkt: 520 m
tiefster Punkt: 360 m
Aktionen
Roetgen, Rastplatz an der VennbahnStaumauer der WesertalsperreWesertalsperre, Kletterturm
Übersichtskarte des Weges
Höhenprofil
Sportlich ans Wasser und in die Höhe

Rund 23 Kilometer zu wandern ist nichts für eingefleischte couch potatoes. Sowieso bietet die Route von Roetgen in Deutschland entlang der belgischen Weser zur Eupener Talsperre eine tolle Challenge für Sportfans. Denn nicht nur respektable Höhenmeter musst du überwinden. Du wirst auch zur Eroberung der höchsten Kletterwand in der deutsch-belgisch-luxemburgischen Großregion verführt. Hast du Mut und genügend Fitness? Dann mach dich auf den Weg und teste deine Grenzen im grenzenlosen Westeuropa!

Was brauchst du für den Weser-Talsperren-Weg?

Für die Tour solltest du über gute Kondition und gutes Equipment verfügen. Wanderschuhe und Socken, die dir keine Blasen bescheren, sind ein Muss fürs ungetrübte Vergnügen. Für turbulente Wetterwechsel gerüstet zu sein ist ebenfalls ziemlich clever. Per GPS oder QR-Code und mit Hilfe des belgischen Knotenpunktsystems bist du bestens orientiert. Aber vergiss deinen eigenen Durst und Hunger nicht, pack dir Energie in den Rucksack. Oder ausreichend Cash für leckeres Essen in der noblen Langesthaler Mühle, falls du den fußläufigen Schlenker von der Staumauer der Wesertalsperre aus noch schaffst. Kleine Snacks für kleineres Geld gibt es im Besucherzentrum der Talsperre; hier kannst du auch die Ausrüstung zum Climbing am Turm der Staumauer leihen.

Was erlebst du auf dem Weser-Talsperren-Weg?

Teilweise bist du auf dem Eifelsteig unterwegs beziehungsweise auf einem uralten Pilgerweg von Aachen nach Trier. Du kannst dich also darauf verlassen, ein „best of“ in Sachen Nordeifelnatur zu erleben. Du siehst Wasser in allen Formen, vom klaren Bach über unergründliche Tümpel bis zum Stausee mit Trinkwasserqualität. Du kriegst Nervenkitzel in der geheimnisvollen Stille der verlassenen Reinartzhöfe auf einer Anhöhe mitten in der Wildnis. Du glaubst, du gehst verloren im mystischen Hochmoor des Kutenhart-Venns… immer wieder bist du gefühlt vollkommen jenseits der Zivilisation.

Aber keine Angst, auf halber Strecke der Rundwanderung hat dich das 21. Jahrhundert wieder: Die Wesertalsperre ist bestückt mit einer gigantischen, mehr als sechzig Meter hohen Sperrmauer aus Beton. Das allein schon sorgt für Wow!-Effekte. In der Nähe wurde ein ehemaliger Aussichtsturm umgebaut zum mehr als dreißig Meter hohen Highlight für Climbing-Fans. Der Parcours hat es in sich, „death ride“ inklusive. Das gibt dir den Kick, wenn du schon Klettererfahrung hast. Wenn du erstmal nur neugierig bist, kannst du eine professionelle Anleitung bekommen. Wenn Trekking plus Climbing zu viel Action für einen Tag sind, kannst du zum Beispiel in der Eupener Jugendherberge Kaleo übernachten. Dann ist die Strecke pro Tag halbiert und der Funfaktor verdoppelt.

Wo gibt’s die beste Fotosession?

Wenn du Eindruck machen willst, stell dich in die Einsamkeit des Kutenhart-Venns. Geeignete Stellen, um eine perfekte gruselige Stimmung zu fotografieren, gibt es dort viele. Ein Selfie vor endloser sumpfiger Wildnis oder vor den starren Ästen abgestorbener Baumriesen, die im Moor stecken, zeigt den richtigen Thrill. Es lässt die Leute glauben, du hättest einen Survival-Trip in den Weiten Kanadas oder in der Tundra gewagt. Und genauso spannend ist die XXL-Wanderung ja auch.

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