„Da braut sich was zusammen“ zwischen Orval und Williers

Steckbrief JWW-22

Typ
Rundwanderung
Länge
15,5 km
Gehzeit
5 Std.
An- / Abstieg
↑ 157 m · ↓ 154 m
Schwierigkeit
mittel
Länder
Belgien, Frankreich
Start
Parkplatz , nahe des Klosters Orval, Villers-devant-Orval
Ziel
Parkplatz , nahe des Klosters Orval
Profil
Schwierigkeitsgrad: mittelschwer
höchster Punkt: 338 m
tiefster Punkt: 208 m
Aktionen
Weiher Orval unterhalb des KlostersReserve naturelle des prés d‘OrvalHochlandrinder im Naturschutzgebiet OrvalGallo-römische Stätte von ChameleuxKloster OrvalTrappistenbier Orval
Übersichtskarte des Weges
Höhenprofil
Trappistenbier, wilde Wiesen und sanfte Rindviecher

Wenn du einmal richtig raus willst aus dem Alltag, dann mach dich auf den Weg! Genauer gesagt auf den mehr als 14 Kilometer langen Rundweg zwischen Belgien und Frankreich, der dich von Orval nach Chameleux und Willers zurück nach Orval führt. Er ist Teil der 220 Kilometer langen Via Arduinna – ursprünglich ein Pilgerweg, der von der keltischen Waldgöttin Arduinna inspiriert war. Waldbaden war schon immer cool. Das relaxt natürlich auch dich. Kein Wunder, denn du bist eingetaucht in die Welt mittelalterlicher Zisterziensermönche, römischer Reisender und gallischer Bauern. Die Gegend hat sich in 2000 Jahren ein bisschen verändert – aber die Magie spürst du hautnah.

Was brauchst du für die Wanderung Orval-Chameleux-Willers-Orval?

Es sollte nicht deine allererste Wanderung in eine hügelige Wildnis sein, obwohl die gesamte Tour als leicht bis mittelschwer gilt. Die Länge von mehr als 14 Kilometern und Höhenunterschieden von rund 130 Metern macht aus der Wanderung – mit entsprechenden Pausen – in jedem Fall eine Tagestour. Etwas Kondition muss also sein. Außerdem sind gute Wanderschuhe und ein Rucksack, in dem neben deinem Proviant zur Not auch eine Regenjacke oder trockene Hosen Platz haben, ausgesprochen sinnvoll. Wenn du nicht outdoor in der freien Natur picknicken willst, hast du in Orval, Chameleux und Willers Möglichkeiten zur Einkehr.

Was erlebst du auf der Rundwanderung Orval-Chameleux-Willers-Orval?

Du erlebst eine filmreife Landschaft, in der Mensch und Natur noch eins sind. Die Harmonie hat hier nichts mit Verzicht zu tun, ganz im Gegenteil. Am Start und Ziel in Orval sorgt eine berühmte Zisterzienserabtei für Wow!-Effekte. Sie wurde im 11. Jahrhundert von Benediktinermönchen gegründet, und für ihren Slogan „Bete und arbeite!“ belohnten sie sich mit dem starkem Trappistenbier, das hier auch heute noch gebraut wird. Die Brauerei selbst kannst du nicht besichtigen, aber eine interaktive Erlebniswelt zeigt dir ganz sinnlich alles, was du über Klosterbraukunst wissen willst. Wenn du Glück hast, bist du alt und durstig genug, um das Bier zu trinken. Du kannst auch extrem leckeren Käse probieren, der in der klostereigenen Käserei aus Milch von benachbarten Höfen hergestellt wird. Mit so viel Power (und Kalorien 😉!) wanderst du los und triffst bei Chameleux auf eine ganz wichtige Römerstraße aus dem ersten Jahrhundert vor Christus. Archäologen haben diesen Hotspot der Antike ausgegraben. Infotafeln erzählen dir, was damals los war… nämlich eine der Hauptstationen zwischen den gallischen Metropolen Reims und Trier. Sie war für die Römer ungefähr so wichtig wie heute der Rhein-Main-Airport. Publikumsmagnet ist ein Restaurant, das für fangfrische Forellen oder Touffaxe (ist lecker und macht garantiert nicht schlank, lass dich überraschen!) berühmt ist. Dörfliche Ruhe herrscht in Willers (Villers-devant-Orval). Uralte Häuser, ein stiller Teich mit Schilfgürtel, wiederkäuende Highland- Rindviecher auf wild wuchernden Wiesen des Naturreservats… all das gibt dir die volle Dosis Tiefenentspannung! Die Wanderung ist was für Leute, die keinen Adrenalinrausch wollen, sondern lieber beglückende Kuschelhormone.

Wo gibt’s die beste Fotosession?

Imposant ist auf jeden Fall die Architektur des Zisterzienserklosters Orval. Mit endlos scheinenden gelblichen Mauern und unzähligen Giebeln, Fenstern und Säulen ist sie bemerkenswerte Stilmischung. Gotische und romanische Ruinen stehen neben schlichteren Teilen aus den 1920er Jahren mit Klassizismus und Bauhausstil. Auch wenn dich Kunstgeschichte nicht interessiert, wirst du fasziniert sein, denn das Ganze sieht einfach spektakulär aus. Der Vorteil der Abtei: Sie hält still. Ob die Highland-Herde mit ihren riesigen Hörnern und wuscheligem Fell gerade dann fotogen steht oder liegt, wenn du vorbeikommst, ist schlecht planbar. Models mit Herz sind die riesigen Flauschtiere jedenfalls. Nur anfassen oder füttern solltest du sie nicht.

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