„Freie Bahn“ für die Bachforelle von Dasbourg nach Tintesmühle

Steckbrief JWW-04a

Typ
Streckenwanderung
Länge
8,3 km
Gehzeit
5 Std.
An- / Abstieg
↑ 117 m · ↓ 96 m
Schwierigkeit
leicht
Länder
Belgien, Luxemburg
Start
Dasbourg-Pont (L), Parkplatz
Ziel
Zwischenziel Tintesmühle (L)
Profil
Schwierigkeitsgrad: leicht
höchster Punkt: 372 m
tiefster Punkt: 287 m
Aktionen
Burgruine DasburgCampinggebäude Tintesmühle
Übersichtskarte des Weges
Höhenprofil
Freie Bahn – für dich und die Bachforelle!

Auf der Strecke zwischen dem luxemburgischen Dasbourg-Pont und dem belgischen Ouren kannst du dich buchstäblich wie ein Fisch im Wasser fühlen. Und zwar in sauberem Wasser, denn die Tour führt immer am Grenzfluss Our entlang. In der Our leben Bachforellen, und wenn du im Bio-Unterricht aufgepasst hast, dann weißt du, dass diese Fische nur in ökologisch intakten Fließgewässern vorkommen. Insgesamt 14 Kilometer lang ist die relaxte Wanderung und unterteilt in zwei Etappen (Teil A und B). Mit anderen Worten: alles easy! Stress gibt’s keinen, dafür eine Megaportion „heile Welt“ und „Natur pur“. Du kannst runterkommen von allem, was dich im Alltag nervt, und stattdessen echtes Urlaubsfeeling genießen. Wenn’s der Bachforelle gut geht… dir erst recht!

Was brauchst du auf der Wanderung von Dasbourg-Pont nach Ouren?

Feste Schuhe und wettertaugliche Klamotten sind im Eifel-Ardennen-Raum selbstverständlich, denn du bist rund drei- bis vierhundert Meter über dem Meeresspiegel… da kann Wetter launisch sein. Aber da die Route den Schwierigkeitsgrad „leicht“ beziehungsweise „mittelschwer“ trägt, musst du keine Kletterkünste können. Trittsicherheit ist jedoch nicht verkehrt. Deine Kondition sollte für insgesamt sieben Stunden bzw.14 km Wandern (Teil A und B) ausreichen. Dabei kannst du nach etwa acht Kilometern ab Start in Dasbourg-Pont eine Pause am Campingplatz Tintesmühle einplanen, dort gibt es ein Café, das ab 14 Uhr geöffnet hat. Übrigens: Du musst weder Französisch noch Letzebuergisch sprechen können, um dich im Ourtal perfekt zu verständigen. Du kannst reden, wie dir der Schnabel gewachsen ist, man wird dich verstehen.

Was erlebst du auf der Wanderung von Dasbourg-Pont nach Ouren?

Die erste, rund acht Kilometer lange Etappe (Teil A) beginnt mit Blick auf die wuchtige Burgruine von Dasburg, die hoch über dem deutschen Ufer der Our thront und ein bisschen an „GoT“ erinnert. Das Gemäuer würde auch gut in die schottischen Highlands passen. Am Ende der zweiten, etwa sechs Kilometer langen Etappe (Teil B) bist du am Europadenkmal in Ouren. Es ist ein großer Monolith, der dich vielleicht an einen Hinkelstein erinnert. Doch die Infotafeln am Denkmal zeigen,1 dass es bei Europa nicht um den Blick zurück auf die Gallier von Asterix geht, sondern um den Blick nach vorn – also in deine eigene Zukunft. Frieden und Vertrauen schaffen, Grenzen überwinden, die Nachbarn als Menschen sehen wie du selbst einer bist… das spürst du hier.

Und zwischen Dasbourg und Ouren erlebst du, wie intakte Natur aussieht, wie gut sie auf deine Psyche und deinen Körper wirkt. Das hast du mit den Bachforellen gemeinsam, die im Wasser der Our leben. Ein Wassererlebnis-Zentrum an der zweihundert Jahre alten Kalborner Mühle, auf der zweiten Etappe und auf luxemburgischer Seite, zeigt dir auf smarte Weise alles, was für die Gewässerökologie wichtig ist. Es gibt einen Naturgarten oder eine Muschelzuchtstation – spannender, als du denkst! Betrieben wird das Zentrum von der Stiftung „natur & ëmwelt – Fondation Hëllef fir d’Natur“.

Wo gibt’s die beste Fotosession?

Klarer Favorit ist gleich der Start der Wanderung… die imposante „Skyline“ der Burg Dasburg ist der perfekte Hintergrund für jedes Selfie. Die Georges-Wagner-Brücke

über die Our etwa auf der Hälfte der Wanderstrecke ist weniger spektakulär als Kulisse, aber vom Ufer aus fotografiert illustriert sie ganz schön, dass menschliche Bauten mitten in der Natur sich durchaus harmonisch einfügen können. Das Europadenkmal in Ouren punktet als „place to be“, wenn du zeigen willst, dass du im Herzen von Westeuropa warst. Dass du dort warst, wo deine Urgroßeltern und Großeltern auf so genannte Feinde schossen, aber wo die Menschen längst begriffen haben, dass so etwas gar keinen Sinn macht.

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